Zur Person / Curriculum vitae
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Claudia Hentschel, Jahrgang 1964, studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Maschinenbau und Produktionstechnik an der TU Berlin und, als Briand-Stresemann-Stipendiatin, an der Ecole Nationale des Ponts et Chaussées, Paris.
Anschließend arbeitete sie am Doppelinstitut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin / Fraunhofer Gesellschaft im Bereich Montagetechnik. Schwerpunkte ihrer dortigen Berater- sowie Lehr- und Forschungstätigkeit lagen in der Reorganisation der Produktion mittelständischer Betriebe hin zu teamorientierten Strukturen sowie in der Konzeption, Entwicklung und Einführung rechnerunterstützter Produktions- und Logistiksysteme von der Fertigung bis zum Recycling. Die Projektpartner waren hauptsächlich der Kommunikationstechnik, der Elektronik-, Automobil- sowie der Baustoffindustrie zuzuordnen. 1994 arbeitete sie, gefördert von der MINERVA-Stiftung, als Gastwissenschaftlerin am Israel Institute of Technology (Technion) in Haifa. 1995 bis 1996 leitete sie als Geschäftsführerin den Sonderforschungsbereich 281 zur Demontage von Elektro- und Elektronikgeräten an der TU Berlin. 1996 promovierte sie bei Prof. em. Dr. h. c. mult. Dr.-Ing. E. h. Dr.-Ing. G. Spur und Prof. Dr.-Ing. G. Seliger zum Thema "Organisation von Demontagesystemen". Ihre Dissertation wurde 1997 vom Ausschuß für wirtschaftliche Fertigung (AWF) e.V. ausgezeichnet.
1996 wechselte Frau Hentschel zur Siemens AG, Bereich Information and Communication Mobile (ICM), in das Geschäftsgebiet Communication on Air, Mobile Radio. Dort war sie als Produktmanagerin in Projekten, die den weltweiten Aufbau schlüsselfertiger Mobilfunknetze zum Ziel haben, erfolgsverantwortlich für Produkte wie Antennenanlagen, Richtfunksysteme, Repeater, Tower Mounted Amplifier, Hochfrequenz-Funksystem-Kabel und Leckleitungen. Zuletzt leitete sie den Bereich Zulieferprodukte für die Funkschnittstelle von GSM-Mobilfunknetzen.
Seit dem 1.10.99 ist Frau Hentschel Professorin am Fachbereich 3 Wirtschaftswissenschaften I der HTW Berlin. Hier lehrt sie Innovations- und Technologiemanagement, Produktion, Project Management sowie Organisation in deutscher und englischer Sprache. Dabei kommt es ihr insbesondere auf die Vermittlung von Methodenwissen an.
Forschungsschwerpunkte liegen im Systems Engineering und technischen Management, insbesondere im Management von Erfindungen, Innovation, Entstehung und Entwicklung von Produkten und Prozessen, sowie die Anwendung neuer Technologien. Dabei steht das Thema Systematic Innovation, und insbesondere die Methode TRIZ und Design Thinking im Fokus ihrer Tätigkeit. Als Trainerin, Seminarleiterin und Autorin arbeitet sie in diesen Feldern für unterschiedliche industrienahe Institutionen sowie Industrieunternehmen. Sie ist durch die International TRIZ Association MATRIZ zertifiziert und kann ein Buch zum Thema vorweisen, veröffentlicht im HANSER Verlag, 2010. Sie ist Mitglied des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sowie des European TRIZ-Centrum for innovative Problem Solving.
Im April 2004 wurde sie zum Mitglied des Akademischen Senats der FHTW gewählt und war vom Januar 2005 bis März 2006 dessen Vorsitzende. Von Oktober 2006 bis März 2007 ist Frau Hentschel Prüfungsausschussvorsitzende der zwei Studiengänge Bachelor und Master of International Business (BIB/MIB). Seit 2010 ist sie Vorsitzende der Auswahlkommission sowie Prüfungsausschussvorsitzende des Master of Industrial Sales and Innovation Management (MISIM). Darüber hinaus kümmert sie sich um die Beziehungen zu ausgewählten französischen Hochschulen im Rahmen dieses Studienganges, speziell Doppel-Master-Abkommen.
Prof. Hentschel ist verheiratet und hat zwei Söhne. Sie liebt seit jeher das Schwimmen und praktiziert seit 1985 Hatha-Yoga. Weitere Lieblingsbeschäftigungen sind zeitgenössische Literatur, Kochen, Bücher (über Mathematik und Technikgeschichte) sowie bildende Kunst des 20. Jahrhunderts, und, leider, aber immer wieder, Kriminalromane und Gerichtsfilme.